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Internet of Things – Was passiert mit unseren Daten?

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Egal ob smarter Kühlschrank, Auto oder ein ganzes smart Home, das Internet der Dinge ist längst nicht mehr nur in Science-Fiction Filmen zu finden. Gegenstände sind miteinander verknüpft und unterstützen uns bei alltäglichen Aufgaben. Dabei werden unzählige Daten gesammelt und gespeichert. Das Internet of Things (IoT) ist bereits Teil unseres Alltags, oft ohne dass wir es merken.

Die Technologie entwickelt sich schneller, als man hinterherkommt. Kaum freut man sich über den neuen Geschirrspüler, der von alleine angeht, sobald die Waschmaschine fertig ist, um Strom zu sparen, kommt das nächste Modell daher und öffnet auch noch von alleine seine Tür.

Unsere „Dinge“ sammeln tagtäglich Daten, die für Firmen von wirtschaftlichem Interesse sind. Das ist nichts Neues und doch sind wir jedes Mal wieder über die Ausmaße und Effekte auf unser Leben überrascht.

Mein Auto sammelt Daten über mein Fahrverhalten, um mir am Ende jeder Fahrt einen Bericht zu meinem Verbrauch zu liefern. Auch mein Standort wird gespeichert, damit ich ständig auf dem Bildschirm in der Mitte meines Armaturenbretts sehen kann, wo ich gerade bin. Diese Daten geben Auskunft über mich, sie zeigen, ob ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halte, wie rasant ich beschleunige und wie heftig ich abbremse. Darüber hinaus weiß mein Auto wo ich einkaufen gehe, und wie oft ich lieber bei einer Fast-Food-Kette stehenbleibe als zu kochen. Diese Daten sind von hohem Interesse für meine Versicherung, die daraus erkennen kann, ob ich ein sicherer Autofahrer bin, oder ob ich gesund esse. Daraus kann berechnet werden, wie teuer meine Versicherung sein soll und ob ich es überhaupt wert bin, unter Vertrag genommen zu werden oder ob ich zu riskant bin.

Wir geben diesen Geräten unsere Daten nicht ohne Gegenleistung. Im Tausch gegen unsere Privatsphäre bekommen wir Applikationen und Gadgets, die unser Leben einfacher und gemütlicher machen. Doch was ist der Preis? Der Verkauf unserer Privatsphäre? Wir liefern uns Firmen aus, die unseren Fahrstil zu Geld machen und unsere gelegentlichen McDonald´s Besuche als Vorwand nehmen, uns möglicherweise gar nicht zu versichern.

Manchmal bekommt man das Gefühl, als würden die Bedenken über Datenschutz und Privatsphäre dem technischen Fortschritt im Weg stehen. Viele Verwendungsmöglichkeiten der Daten sind für unsere Gesellschaft sehr wichtig. Ein Beispiel dafür ist der Gesundheitssektor. Mit Hilfe von Wearables können Diabetes Patienten zum Beispiel ihren Blutzuckerspiegel einfacher messen. Auch die Tracking-Daten aus dem Auto können dafür verwendet werden, das Auto im Fall eines Diebstahls ausfindig zu machen. Deshalb ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu finden, das sowohl Fortschritt als auch sicheren Umgang mit Daten ermöglicht. Die große Frage ist nur: Wie?

Das Problem beginnt bei der Frage, wem die Daten gehören. Wenn man beim Beispiel Auto bleibt, gehören sie dem Fahrer, oder dem Hersteller? Und im Fall von Leasingautos, gar der Bank oder dem Autohändler? Grundsätzlich gilt das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, doch für den digitalen Markt ist es schwierig dieses Recht umzusetzen.

Die Verwendung der Daten kann man in drei Phasen sehen: 1. Die Daten entstehen auf dem jeweiligen Gerät und werden über das Internet versendet. 2. Ein zentrales System sammelt die Daten und wertet sie aus. 3. Die Daten bleiben für den zukünftigen Gebrauch gespeichert.

Alles was wir im Netz preisgeben, bleibt im Netz. Firmen können darauf zugreifen, um die Daten zu nutzen, doch auch vor unerlaubten Zugriffen, kann niemand zu 100% schützen.

Die Vernetzung macht Geräte auch anfällig für Hacker-Angriffe. Beim smarten Kühlschrank erscheint das noch harmlos, wenn jemand weiß ob ich Kuhmilch oder Sojamilch bevorzuge. Doch denkt man an ein vernetztes Auto dessen Bremsen zum Beispiel von jemand Fremden gesteuert werden könnten, sieht sie Sache ganz anders aus. Hier werden künftig auch IT-Security-Unternehmen immer weiter gefordert sein, entsprechende Lösungen bereitzustellen.

Auf längere Sicht, wird es nicht reichen, die Sicherheitslücken erst zu beheben, wenn sie entdeckt werden oder Probleme machen. Es wird nötig sein, Konzepte zur Datenverschlüsselung und Wahrung der Privatsphäre zu entwickeln und umfangreiche Softwaretests durchzuführen um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten. Es muss ein Mittelmaß zwischen der Wahrung von Daten und Nutzung von Unternehmen gefunden werden. Außerdem müssen regelmäßige Updates zur Verfügung gestellt werden, um sich dem schnell entwickelnden Markt laufend anzupassen.

Das Zeitalter des IoT wird noch einige Fragen aufwerfen, sei es um die Rechtslage, oder wie unser Alltag davon beeinflusst wird. Doch wenn wir uns mit den Problemen auseinandersetzen, können wir die smarten Geräte mit all ihren Vorteilen nutzen.

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