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#InsideHBI – Interview mit Bene Müller, Fotograf und Produzent

Bereits seit einigen Jahren arbeiten wir erfolgreich mit dem Fotografen Bene Müller zusammen. Normalerweise ist er für unsere Kunden tätig, aber dieses Mal standen wir –  die PR-Beraterinnen und PR-Berater der HBI– im Mittelpunkt des Fotoshootings. Dabei wurden wir sowohl für Einzelaufnahmen als auch für gemeinsame Gruppenfotos abgelichtet.

Um euch Bene und die Arbeit mit ihm ein bisschen näher vorzustellen, haben wir ihm ein paar Fragen zu unserer Zusammenarbeit gestellt. Lest hier seine spannenden Antworten.

Bevor wir in den Fragebogen einsteigen – welche drei Begriffe fallen dir spontan zur HBI ein?
Professionalität, Organisationsgeschick, Weitblick

Wie lange bist du schon Berufsfotograf?
Tatsächlich sind es jetzt schon genau 20 Jahre. Mit 19 Jahren hatte ich meinen ersten bezahlten Job und bin seitdem Fotograf.

Wow, eine lange Zeit. Und seit wann arbeitest du schon mit der HBI zusammen?
Das müsste seit dem Jahr 2013 gewesen sein – also vier Jahre mittlerweile. Besonders gut kann ich mich noch an die interessanten Aufträge für Fitbit und Megabus erinnern sowie einige Portrait-Shootings.

Apropos – ist dir ein Auftrag während deiner beruflichen Laufbahn besonders im Gedächtnis geblieben?
Ja, auf jeden Fall. Einige Tage nachdem Deutschland im Jahr 2014 Fußballweltmeister geworden ist, habe ich Thomas Müller bei uns im Studio fotografiert. Das war ziemlich spannend, denn das Shooting musste geheim bleiben und ich wusste bis zuletzt nicht, wen ich fotografieren sollte. Ich wusste nur, dass es sich um einen Prominenten handeln würde. Als der Name „Thomas“ fiel, dachte ich zuerst an Thomas Gottschalk – Thomas Müller kam mir zunächst überhaupt nicht in den Sinn. Aber als ich dann Bescheid wusste, war die Freude für mich als Fußballfan besonders groß. Die Chance, einen Fußballweltmeister zu fotografieren, bekommt nicht jeder. Die Atmosphäre war anders als sonst, weil Thomas Müller eine ganz besondere Energie und Euphorie mit in das Shooting gebracht hat. Für mich war dieses Shooting mit dem frischgebackenen Weltmeister eines der größten Highlights.

Von Thomas Müller zur HBI – war das Fotoshooting mit uns anders als mit deinen anderen Kunden?
Ja, es war anders – und zwar positiv anders. Direkt zu Beginn wurde mir nämlich großes Vertrauen von euch entgegengebracht. Bei der Location-Besichtigung einige Tage vorher habe ich direkt in der Halle im Eingang einen tollen Hintergrund entdeckt, den ich für das Shooting verwenden wollte. Oft sind Personal-Shootings vollständig durchgeplant und es steht bereits im Voraus fest, vor welchem Hintergrund fotografiert wird, ob die Fotos im Quer- oder Hochformat sein sollen etc. Die dadurch zustande kommenden Fotos wirken vor einem meist weißen, einfarbigen Hintergrund oft trist und steril. Ihr wart aber sofort aufgeschlossen für meine Idee. Das ist als Fotograf natürlich sehr angenehm, wenn man auch kreativ sein kann und die eigenen Ideen angenommen werden. Mit einem solchen entgegengesetzten Vertrauen ist die Motivation dann natürlich noch höher!

Beim Shooting hast du ja fast alle Mitarbeiter der Agentur kennenlernen können. Welchen Eindruck hast du beim Shooting von uns bekommen?
Ich bin der Meinung, dass ihr extrem professionell und sehr gut vorbereitet wart. Man merkt, dass ihr im Kommunikationsbereich tätig seid. Es gab zwischen den einzelnen Shootings keine Wartezeiten und auch die Visagistin hat mir gesagt, dass alles wie am Schnürchen lief. Kaum war einer fertig geschminkt, kam schon der nächste herein. Ihr wart einfach sehr gut vorbereitet und die Kommunikation zwischen uns als Team und euch verlief optimal. In anderen Agenturen ist dieses Maß an Planung und Organisation nicht vorhanden, deswegen ist mir das schon sehr positiv aufgefallen bei euch.

Hat sich in deinem Beruf als Fotograf in den letzten Jahren etwas verändert? Wenn ja, was?
In der Fotografie hat sich ein extremer Wandel vollzogen. Vor zwanzig Jahren habe ich natürlich noch nicht digital fotografiert. Die Fotografie war damals sehr aufwendig und das Equipment teuer. Heute können sich viele Leute eine digitale Kamera leisten und einfach anfangen zu fotografieren. Dadurch ist die Konkurrenz auch stark gewachsen: Es gibt gefühlt fünfmal so viele Fotografen wie vor zehn Jahren. Schade ist, dass die Wertschätzung des Fotos nicht mehr so hoch ist wie damals. Früher wurde die Fotografie noch als richtiges Handwerk angesehen. Dadurch, dass man Fotos nicht sofort auf der Kamera gesehen hat, war ein viel größeres Know-how notwendig und auch die Entwicklung der Fotos hat länger gedauert. Das ganze Vorgehen war aufwendiger und teurer in der Produktion. In Zeiten von Instagram wird ein Foto heute von vielen als kostenloses Produkt angesehen, was gefährlich für Berufsfotografen ist. Oft werden Bilder auch einfach online gestellt, ohne dass dafür die Erlaubnis erteilt wurde. Die Urheberrechte werden oft nicht beachtet. Auch das Budget wurde mit der Zeit immer weiter gekürzt, was daran liegen kann, dass es heutzutage so viele Fotografen gibt.
Es gibt aber auch viele positive Aspekte, denn die Digitalisierung der Fotografie hat eine enorme Schnelligkeit mit sich gebracht hat. Dadurch kann ich in kurzer Zeit viel mehr machen als früher, da ich sofort das Bild auf dem Display sehe. Änderungen kann ich dadurch sofort umsetzen. Das wäre früher mit Polaroid-Kameras nicht möglich gewesen. Vor zwanzig Jahren fast 20 Leute in drei Stunden zu fotografieren, das wäre früher undenkbar gewesen. Auch aus Kostensicht hat der Wandel Positives gebracht, denn heute habe ich deutlich weniger Kosten mit der digitalen Fotografie als früher mit dem Film. Heute gibt es auch deutlich mehr Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung: Früher musste man über ein enormes Know-how verfügen und viel Zeit und Aufwand in die Bearbeitung von Bildern investieren. Heutzutage sind die Programme so gut und so einfach, dass es viel schneller geht, Bilder zu bearbeiten. Insgesamt ist die Effektivität extrem gestiegen.

Wenn du Menschen fotografierst, auf was achtest du? Was ist dir wichtig?
Am wichtigsten ist mir, dass sich die Person, die ich fotografiere, wohl fühlt. Ehrlich gesagt komme ich mir manchmal vor, als wäre ich ein Zahnarzt (lacht). Gerade bei Personalshootings haben 80 bis 90 Prozent der Leute keine Lust darauf, sich fotografieren zu lassen. Ihr Job ist der Beruf und um ein Fotoshooting zu machen, dafür sind die meisten ja nicht eingestellt worden. Ich hatte oft den Eindruck, dass so ein Personalshooting oft sehr negativ belastet ist und die meisten Leute eher davor flüchten oder es so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen – wie bei einem Zahnarztbesuch eben. Die fotografierte Person fühlt sich oft nicht wohl, weil sie geschminkt ist, das Licht auf sie gerichtet ist und alle Augen im Raum nur auf sie blicken. Deswegen versuche ich immer, die Aufmerksamkeit von der Person weg und auf mich zu ziehen – mit Smalltalk oder durch Scherze. Dadurch soll sich das Model entspannen und wohlfühlen können. Meistens sieht man es auf dem Foto, wenn die Person verkrampft und angespannt ist. Ich glaube, dass ich es meistens auch ganz gut hinbekomme, dass sich die Person wohlfühlt und im besten Fall vielleicht sogar Spaß dabei hat.

Auf welche Technik setzt du beim Fotografieren?
Ich setze enorm auf Tageslicht. Viele andere fotografieren hauptsächlich mit Studiolicht und kompletter Ausleuchtung. Ich versuche aber so wenig Equipment wie möglich zu verwenden. Am liebsten nur mit meiner Kamera und mit Tageslicht, damit die Fotos natürlich bleiben. Sie sollen so wenig inszeniert wie möglich sein. Ich will nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern möglichst nah an den Menschen selbst herankommen.

Welche deiner Fähigkeiten haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt?
Ich glaube, dass sich vor allem meine konzeptionelle Arbeit und meine organisatorischen Fähigkeiten weiterentwickelt haben. Die Arbeit eines Fotografen ist größtenteils die eines Producers. Ich muss die Shootings gut vorbereiten und meine Termine koordinieren. Es gibt so viele Faktoren, die ich bedenken muss: von der Visagistin, über die Location, die Requisiten und das Model über Assistenten und eventuelle Drehgenehmigungen. Diese Arbeit ist viel zeitaufwendiger als das Shooting an sich. Die Organisation des Shootings ist deswegen die Hauptarbeit für mich. Das ist zwar etwas „unromantisch“, aber es ist die Wahrheit. Als Fotograf bin ich Unternehmer, der eine Dienstleistung erbringt und davon ist die konzeptionelle Arbeit ein wichtiger Teil, der viel Zeit in Anspruch nimmt.

Wenn du deine Anfänge als Fotograf mit dem vergleichst was du jetzt machst, hat sich dein Schwerpunkt der Fotografie seitdem verändert?
Komischerweise nie. Ich habe schon immer Portraits geliebt bzw. die Arbeit mit Menschen. Seit den Anfängen und auch heute noch liebe ich es, Menschen zu fotografieren – und vor allem Menschen, die keine Models oder Prominente sind. Andere Fotografen setzen auch auf Architektur oder fotografieren Tiere, aber ich habe mich seit jeher auf Menschen spezialisiert. Und bin nach wie vor sehr glücklich mit dieser Entscheidung!

Viele Leute beginnen einen Job ohne jegliche Vorkenntnisse über den Fachbereich. Anschließend merken sie, dass sie großes Interesse an einem anderen Bereich haben. Wie war es bei dir? Hast du dein Hobby zum Beruf gemacht oder wurde dein Beruf zu deinem Hobby?
Das ist zwar etwas ungewöhnlich, aber ich habe meinen Beruf zum Hobby gemacht. Ich war nie jemand, der schon als Jugendlicher im Urlaub mit der Kamera herumgelaufen ist und alles fotografiert hat. Ich war vielmehr ein Quereinsteiger und habe während meines BWL-Studiums gemerkt, dass das Gebiet viel zu theoretisch und trocken für mich ist. Anschließend habe ich eine Art Selbsttest gemacht und alles aufgeschrieben, was ich mir von meinem zukünftigen Beruf erwarte – und das Ergebnis lautete Fotograf. Das war also tatsächlich eine sehr analytische Entscheidung. Anschließend habe ich ein Praktikum bei einem Fotografen gemacht und gemerkt, dass das mein Traumjob ist. Deswegen kann ich wirklich sagen, dass ich meinen Beruf zum Hobby gemacht habe.
Ich glaube, dass das auch ganz gut war, denn andersrum sind viele Menschen enttäuscht. Als Hobbyfotograf kann man fotografieren, was man will – man ist an nichts gebunden. Als professioneller Fotograf geht das aber nicht mehr und es ist wichtig daran zu denken, dass man Fixkosten hat, die man decken musst. Deswegen muss man auch Aufträge annehmen, die man vielleicht nicht so gerne macht. Einfach, weil man von dieser Arbeit leben muss. Ich sehe meine Arbeit wie ein Dienstleister – es ist wie in einer Autowerkstatt: Wenn da ein toller Sportwagen zur Reparatur kommt, freut sich der Mechaniker, aber das Tagesgeschäft besteht eben aus einfachen Dingen wie dem Reifen wechseln. Und so sollte man das auch als Fotograf sehen – es gibt tolle, außergewöhnliche Aufträge, die viel Spaß machen, aber dann gibt es eben auch das Tagesgeschäft und das sollte einem auch Spaß machen, wenn man Berufsfotograf sein möchte.

Du hast ja schon erwähnt, dass du mittlerweile seit 20 Jahren Fotograf bist. Hast du dann keine Erfahrungen in anderen Berufen gemacht? Bist du nie von der Fotografie abgekommen?
Nein, nie. Und ich war immer schon freiberuflich tätig und nie angestellt.

Also ganz nach dem Motto „Einmal Fotograf, immer Fotograf?“
Ja, genau so. (lacht)

Zum Abschluss: Gibt es etwas, das du der HBI schon immer einmal sagen wolltest?
Die Jobs bei euch haben mir immer viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft eng zusammenarbeiten werden.

Das hoffen wir auch. Vielen Dank für das Gespräch und die tollen Fotos, die du für uns und von uns gemacht hast!


Und hier noch ein kleiner Einblick hinter die Kulissen unseres Shootings:

Habt auch ihr Interesse an einem Fotoshooting? Auf Instagram findet ihr Impressionen von Benes Fotografie unter benemueller_photographer. Oder besucht seine Homepage www.benemueller.com – dort findet ihr alle weiteren Informationen.


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