modal-close
Ihre Anfrage
About you
Unternehmen
Ihre Nachricht an uns
reCAPTCHA erforderlich.

HBI bei der Münchner Tafel 2018

Insgesamt waren 2016 19,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen und insgesamt 26,5 Prozent der Bevölkerung ist laut dem statistischen Bundesamt armutsgefährdet. Als HBI setzen wir uns gerne gemeinsam im Team für gemeinnützige Zwecke ein. In diesem Jahr durften wir die Münchner Tafel an drei Terminen bei der Ausgabe von Lebensmitteln unterstützen. Unsere Eindrücke und Erlebnisse teilen wir hier in diesem Vibes-Beitrag.

Daten und Fakten zur Münchner Tafel e.V.

Mit dem Motto „Verteilen statt vernichten“ wurde 1994 in München eine der ersten Tafeln Deutschlands gegründet. Heutzutage beliefert die Tafel allein in München ca. 107 soziale Einrichtungen. Hinzu kommen noch 27 Verteilstellen, welche der Ausgabe von Lebensmittel an Bedürftige dienen. In Lebensmitteln gemessen, werden jede Woche rund 120.000 kg ausgegeben. Dabei handelt es sich um einwandfreie und nicht abgelaufene Lebensmittel, welche im Wirtschaftsprozess entsorgt werden würden. Gründe sind hierfür Überproduktion, beschädigte Verpackungen oder dass die Lebensmittel kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. Gestemmt wird der enorme logistische und organisatorische Aufwand von wenigen Festangestellten, über 650 ehrenamtlichen Helfern und den Firmensponsoren der Tafel.

Wie liefen unsere Einätze bei der Tafel ab?

Insgesamt waren wir bei drei Einsätzen der Tafel dabei. Aufgeteilt auf die verschiedenen Tage waren unsere Einsatzorte die Stadtteile Ramersdorf und Hasenbergl in München. Wie wir vorab von Birgit, unserer Ansprechpartnerin, erfahren haben, sind langhaltbare Lebensmittel eine gefragte Art der Spende, da diese seltener von Supermärkten und anderen Unterstützern gespendet werden. Deshalb besorgten die Kollegen von der HBI Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz, Zahnpasta, Nudeln und Öl. Zu den vereinbarten Terminen unserer Einsätze trafen wir um 12:30 Uhr an den jeweiligen Ausgabestätten an und halfen erst einmal bei dem Aufbau der Ausgabestationen. Diese bestehen üblicherweise aus der Registrierstation, in der auch limitierte Spenden ausgegeben werden, beispielsweise die oben genannten Lebensmittel aber auch Süßigkeiten oder Waschmittel. Zudem gibt es die Stationen Obst, Gemüse, Brot, Kleidung, warme Speisen sowie Rüben & Kartoffeln. Die Station Rüben & Kartoffeln wird einzeln betreut, da diese Lebensmittel zur Grundversorgung zählen und selbst von der Tafel München gekauft werden. Von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr findet anschließend die eigentliche Ausgabe der Lebensmittel statt, bei der auch unsere Kollegen fleißig unterstützt haben. Die Gäste der Tafel werden nacheinander bedient und kommen strikt nach ihrer Tafelnummer an die Reihe. Dabei wird bei jedem Termin mit einer anderen Nummer begonnen um Ungerechtigkeiten zu vermeiden. Jede Nummer steht für einen Haushalt und während unserer Einsätze waren um die 200 Haushalte je Standort anwesend. Bei der Ausgabe wird je nach Haushaltsgröße und vorhandenem Bestand entschieden, wieviel dem Gast mitgegeben wird. Nach Ausgabe der Lebensmittel, werden die Stände wieder abgebaut und die Ausgabestellen, die sich immer im Freien befinden, aufgeräumt.

Welche Menschen trifft man bei der Tafel?

Menschen mit einem monatlichen Einkommen von ca. 930€ gelten in Deutschland als „arm“. Außerdem fließen Faktoren wie Wohnen, Bildung, Gesundheit, Arbeit, Kleidung, Ernährung, Transport und Kommunikationsmöglichkeiten in die Bewertung mit ein. Bei unserem Einsatz stellten wir schnell zwei Tatsachen fest, mit denen wir vorher nicht gerechnet haben: Zum einen, wie groß der Bedarf solcher Einrichtungen wie der Münchner Tafel eigentlich ist. Besonders in einer Stadt wie München, welche als lebenswerteste aber auch teuerste Stadt Deutschlands gilt, ist der Andrang erschreckend hoch. Zum zweiten, wie unterschiedlich die Bedürftigen sind, welche den Dienst der Tafel benötigen. Vom Einpersonenhaushalt, bis zur Großfamilie mit vier Kindern. Von Immigranten, bis hin zum Herren, der im tiefsten bayerischen Dialekt spricht. Von jungen Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben hin zum Senior, wo die Rente allein nicht ausreicht. Mit einer so großen Vielfalt haben wir im Vorfeld tatsächlich nicht gerechnet. Von Birgit haben wir außerdem erfahren, dass die Tafel mit 78€ im Jahr eine Person das ganze Jahr mit Lebensmitteln versorgen kann, die finanziellen Ressourcen aber sehr gering ausfallen, da sie auf Spenden angewiesen sind.

Fazit

Der Einsatz bei der Tafel hat uns nochmal vor Augen geführt, viele Dinge in unserem eigenen Leben nicht für selbstverständlich zu nehmen und hat uns auch einige Vorurteile genommen, die im Vorfeld gegenüber dieser Organisation in den Köpfen herumschwirrten. Die Tafel hat unseren vollsten Respekt verdient, für den logistischen Aufwand, den sie jeden Tag bewältigen. HBI würde sich freuen, euch bald wieder zu unterstützen!

Sie wollen sich gemeinnützig engagieren?

Die Tafel München steht und fällt mit Ihren Spenden. Hier können Sie Lebensmittel und Geld spenden: https://www.muenchner-tafel.de/ueber-uns


Immer auf dem Laufenden bleiben mit dem HBI-Newsletter