Die SEO-Optimierung von Content auf Social Media und Websites ist für Marketers allgegenwärtig. Die Suchmaschinenoptimierung verfolgt neben der Imagestärkung des Unternehmens auch das Ziel, den Website-Traffic zu steigern und dadurch letztlich den Umsatz anzukurbeln. Mittlerweile ist die Notwendigkeit von optimierten Inhalten auf Websites durch Keyword-Recherchen und Analysen durch Data-Driven PR weitgehend bekannt.

Andererseits liegen die Feinheiten des Technical SEO oft beim Webmaster und finden in den Marketing-Agenden wenig Beachtung. Als Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung betrifft das Technical SEO alle technischen Maßnahmen, die das Google-Ranking beeinflussen. Darunter sind einerseits die sehr technischen Bereiche wie Serverkonfiguration, Software, Quellcodes, etc. zu fassen. Für Marketers andererseits sind die unten ausgeführten Maßnahmen nicht nur zugänglicher, sondern lassen sich mithilfe von externer Software auch monitoren. Denn durch Technical SEO der Website schafft man die Grundlage für ein gutes Ranking der Inhalte von Websites. Google hat es im Core Update vom September 2019 noch einmal deutlich gemacht: Der optimierte Content einer Seite allein sichert kein gutes Ranking. Ein Fazit des Updates: Es ist nicht allein wichtig welcher Inhalt dargestellt wird, sondern auch der Aufbau der Website und das Themenfeld sind entscheidend.

Startpunkt von Technical SEO: Ist die Website mobil?

Da mehr als 50 Prozent des Internetdatenverkehrs über mobile Geräte erfolgt, setzen Suchmaschinen wie Google auf einen Mobile-First-Ansatz für die Indexierung. Ihre Crawler betrachten Websites von einer mobilen- versus Desktop-Perspektive und beeinflussen damit die Platzierung der Suchergebnisse. Websites ohne mobile Version sind auf den verschiedenen Auflösungen der Smartphones schlecht darzustellen und machen es den Nutzern daher zusätzlich schwer. Google bietet ein hilfreiches Tool an, mit dem man die eigene Website testen kann.

Google-Mobile-Version-Teste
Bild 1: Google Dev Mobile Tester – https://search.google.com/test/mobile-friendly

Was sind die nächsten Schritte bei einem negativen Urteil?

Wenn dies passiert, wird Google Ihnen mitteilen, warum die Seite nicht mobile-freundlich ist und wie Sie diese optimieren können. In den meisten Fällen müssen Sie mit einem Entwickler zusammenarbeiten, um alle auftretenden Probleme zu beheben. Diese Aufgabe sollte unbedingt priorisiert werden, da sich dieser Aspekt auf die Platzierung der Website auswirkt.

Broken Links bedeuten broken Technical SEO

Die Website ist soweit mobil, aber Verlinkungen auf Ihrer Website führen zu Fehlerseiten? Egal, ob Ihre Website ein paar oder hunderte von defekten Links enthält, sie werden die Benutzererfahrung sowie Ihre Platzierung in den Suchergebnissen beeinträchtigen. Für den geringsten Aufwand tote Links zu finden, verwenden Sie ein Tool, das Ihre gesamte Website analysiert, wie z. B. Screaming Frog. In den meisten Fällen haben Websites nur einige defekte Links und schleichen sich bei der langfristigen Nutzung einer Website ein.

Zum einen ist das Löschen von „toten“ Seiten eine Erleichterung für Nutzer. Die Weiterführung über Links erzeugt ansonsten 404-Fehlermeldungen beim Aufruf der URL. Dies kann grundsätzlich drei mögliche Ursachen haben:

  • durch eine fehlerhafte Umleitung bei einer Verschiebung von Seiten – etwa, wenn die Architektur umstrukturiert wird
  • eine fehlerhafte Verlinkung (beispielsweise falsche URL in Social-Media-Posts)
  • oder die Seite wurde gelöscht

Bei der dritten Option ist entweder die Weiterleitung auf eine passende Seite zu empfehlen oder die Einrichtung einer eigenen 404-Fehlermeldungsseite.

Doppelten Content von der Website nehmen

Während Google Ihre Website nicht für doppelte Inhalte bestraft, haben Crawler Schwierigkeit den Wert einer Website zu verstehen. Aus der Sicht von Google bieten Websites viele ähnliche Inhalte, seien es URLs, Seiten oder Meta-Tags. Aus diesem Grund muss Ihre technische SEO-Checkliste eine doppelte Inhalts- und Meta-Tag-Bewertung enthalten. Sie können auf Ihrer Website auf verschiedene Weise nach doppelten Inhalten suchen, z. B. mit den folgenden Tools:

Im weiteren Vorgehen sind ähnliche Seiten zu spezifizieren. Was macht diese Seite besonders, welche Keywords können in den Meta-Tags noch verfeinert werden und benötigen eher einen Unterbegriff statt einem übergeordneten Buzz-Word. Dadurch gewinnen Inhalte auf Websites ein genaueres Profil und werden von den Crawlern bei Suchanfragen eher aufgegriffen.

Bei gleichen Inhalten empfiehlt sich hingegen eine 301-Umleitung. Dadurch wird eine Seite von der Indexierung auf Google ausgeschlossen und verweist auf eine andere Seite. Gleichzeitig gilt die Regel, unbrauchbare Inhalte direkt von der Seite zu nehmen. Eine Website, die ausschließlich aus Redirect-Links besteht und Inhalte aus externen Links bezieht, wird es im Crawl-Prozess von Google zunehmend schwierig haben.

Schnelle Websites auf den vorderen Plätzen

Eine langsame Website ist weder für Benutzer noch für Suchmaschinen geeignet. Ladezeiten sollten so gering wie möglich gehalten werden, denn Webseitenbesucher springen oft schon nach wenigen Sekunden ab, wenn die Seite zu lange lädt. Betreiber müssen ein schnelles Erlebnis für mobile und Desktop-Nutzer bieten, da Suchmaschinen wie Google die Seitengeschwindigkeit als Rankingfaktor nutzen. Ladezeiten um 2 Sekunden gelten als Zielwert.

Bild 2: Ladezeiten von Usern der HBI – Homepage; Snippet aus Google Analytics

Gemessen werden die Ladezeiten entweder über die Google Analytics-Funktion (Bild oben), oder über PageSpeed Insights von Google. Diese liefert auch weitere Details über die Website-Performance. Langsam ladende Websites werden vom Google-Bot langsamer und weniger intensiv gecrawlt und halten die angezeigten Inhalte im Index daher weniger aktuell.

Möglichkeiten, die Seitenladegeschwindigkeit zu verringern, sind unter anderem:

  • Browser-Caching (Elemente werden vom Webbrowser zwischengespeichert)
  • Bilder auf der Website durch einen Optimierer (z. B. tinypng) laufen lassen
  • Bilder progressiv einbetten (Bild wird im Ladeprozess schärfer)
  • Auf Flash-Animationen verzichten
  • Videos extern hosten und nur in die Website einbetten

Wo hört Technical SEO auf?

Genauso wie an Inhalten und der Verwendung von Keywords immer weiter gefeilt werden kann, ist Technical SEO ein konstanter Prozess. Jeder Inhalt muss in die stringente Architektur einer Seite eingepflegt werden und ist daher auch fehleranfällig. Im Optimierungsprozess ist Hilfe von professioneller Seite ihr Geld wert. Experten können auch an den nicht angesprochenen technischen Details feilen und bringen die Website im Suchindex nach vorne.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte gerne an uns!

Über den Autor

Alexander Hencel
Marketing Assistant bei HBI Helga Bailey GmbH – International PR & MarCom

Alexander Hencel ist seit 2018 Teil des Marketing-Teams der HBI. Zuständig für Content Management erstellt er beispielsweise fachbezogene Beiträge, betreut Social-Media-Kanäle und unterstützt Online-Marketing-Kampagnen für Kunden und die HBI.

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