Jeder, der regelmäßig Blog-Themen recherchiert, sei es für Kunden oder den privaten Blog, kennt das Problem: Irgendwann glaubt man, bereits über alles geschrieben zu haben. Man sitzt vor einem leeren Blatt Papier – oder einem leeren Word-Dokument – und zerbricht sich den Kopf über neue Themen. Hier geben wir dir ein paar Tipps, wie du vielseitige Blog-Themen findest – und wie nicht…

Der Erste Schritt ist der schwierigste

Wie findet man ein passendes Thema für einen Blog-Beitrag? Gerade, wenn einem partout nichts einfällt, ist dieser Schritt oft der schwierigste. Folgende Tipps können weiterhelfen:

Überlege dir, welche Fragen deine Kunden/Leser haben und versuche, diese in Blog-Artikeln zu beantworten. Falls du nicht weißt, was deine Kunden bewegt, kannst du bei Kollegen nachfragen, die viel Kundenkontakt haben – die können sicher gute Tipps geben.

Gibt es etwas Neues im Unternehmen, das du den Lesern mitteilen möchtest? Das können neue Produkte Services und Events sein, aber auch interne Veranstaltungen oder besondere Ereignisse wie ein
Betriebsausflug, an denen du die Leser teilhaben lassen kannst. Überlege dir auch wie lange dein Blog-Beitrag werden soll.

Blog-Themen variieren – aus Einem mach Viele

Du hast ein passendes Thema gefunden? Dann versuche, dieses Blog-Thema zu variieren! Es gibt mehrere Möglichkeiten, Blog-Themen zu variieren:

  • Den Umfang des Blog-Themas ändern: Nehmen wir an, das Thema lautet „10 Tipps für Social-Media-Anfänger“. Dann ließe sich dieses Thema unterteilen in „10 Tipps für Facebook/Instagram/Twitter-Anfänger“ etc. So kommen schon einmal ein Haufen neue Themen zustande.
  • Die Zielgruppe des Blog-Themas ändern: Themen lassen sich einfach auf andere Zielgruppen ummünzen. Aus den „10 Tipps für Social-Media-Anfänger“ werden so „10 Tipps für Social-Media-Profis/Manager“ etc. Natürlich sollten die Blog-Beiträge jeweils auf andere, für die Zielgruppe relevante Aspekte eingehen.
  • Den zeitlichen Rahmen des Blog-Themas ändern: Artikel lassen sich auch einfach zeitlich begrenzen, z.B. „Die besten Filme des letzten Jahres/der letzten 10 Jahre/der 1990er“ etc.

Aber aufgepasst! Viele der Blog-Beiträge, die auf diese Weise variiert werden, werden sich in großen Teilen ähneln. Was bei manchen Themen gut funktioniert, klappt bei anderen nicht. Außerdem landet man irgendwann immer wieder beim selben Thema bzw. zieht das gleiche Fazit.

Hier muss gelten: Qualität vor Quantität! Denn Quantität bedeutet zwar, dass du schnell eine große Menge Content sammelst. Aber sind das auch qualitativ hochwertige Blog-Beiträge, die einen Mehrwert für die Leser bieten? Denn der Mehrwert des Blogs droht bei zu vielen, ähnlich gelagerten Blog-Themen, Tipp- und Best-of-Artikeln auf der Strecke zu bleiben.

Weitere Tipps für neue Blog-Themen

Im Internet kursiert noch eine Menge anderer Tipps, mit denen man neue Ideen für Blog-Themen finden kann. Einige sind allerdings mit Vorsicht zu genießen – besonders, wenn man Wert auf kreative, einzigartige Artikel mit Mehrwert legt. Denn oft droht der Mehrwert zugunsten von Suchmaschinenoptimierung und einem besseren SEO-Ranking verlorenzugehen.

  • Formate von Blog-Beiträgen variieren: Ein Beitrag wie „Der ultimative Leitfaden für E-Mail-Marketing“ lässt sich einfach in „Die ultimative E-Mail-Marketing-Checkliste“ umändern. Aber ist das nicht im Grunde dasselbe? Egal ob ich meinen Listicle nun Checkliste, Leitfaden oder To-Do-Liste nenne – Aufzählung bleibt Aufzählung. Auch Ergebnis und Aussage des Blog-Artikels werden sich auch durch eine andere Darstellungsform nicht ändern. Besser ist es, auf Grundlage des Originalartikels weiterführende Posts, z.B. ausführlichere Artikel, Kommentare oder Whitepaper zu erstellen.
  • Formulierungen von Blog-Themen ändern: Blog-Themen negativ statt positiv formulieren: Aus „Diese 10 Koch-Tipps sollten Sie beachten“ wird „Diese 10 Koch-Tipps sollten Sie nicht beachten“. Abgesehen davon, dass „10 Tipps“-Artikel schon hart an der Click-Bait-Grenze kratzen: Wieso sollte ich nach dem ersten Artikel noch den zweiten lesen? Wenn ich schon weiß, wie es funktioniert, brauche ich nicht mehr zu wissen, wie es nicht funktioniert. Wo ist der Mehrwert?

Kreative Blog-Themen – Mehrwert für den Leser

Statt also eine ganze Wagenladung ähnlicher Blog-Artikel nach Schema X formulieren, sollten Blogger eher auf Kreativität und Qualität setzen. Natürlich darf man nie das Thema SEO aus dem Blick verlieren. Und auch nicht jeder ist gleich kreativ. Aber ich glaube, dass Kreativität in jedem steckt – oft fehlt nur der Funke, der sie entzündet. Wie sieht dieser Funke aus?

  • Lassen dich inspirieren: Inspiration kann sich überall verbergen – in einem Gemälde, einem Film, in Musik, Gesprächen oder in der Natur. Nur wenn wir Neues erleben, setzen wir kreative Prozesse in Gang. Sammle neue Eindrücke und lasse sie in deine Blog-Beiträge einfließen.
  • Tausche dich mit anderen aus: Die besten Ideen entstehen oft im Team. Spreche und brainstorme mit Kollegen und Freunden über neue Blog-Themen.
  • Bleib auf dem Laufenden: Lies andere Blogs, Zeitschriften und Nachrichten. Du kannst auf deinem Blog aktuelle Ereignisse, News oder Kuriositäten aufgreifen, kommentieren, hinterfragen oder für dein Publikum aufarbeiten. So entstehen viele neue Blog-Beiträge.
  • Wechsle die Perspektive: Versetze dich in die Lebenswelt eines Lesers, Kunden, Verkäufers, Managers oder eines Menschen, der vielleicht noch nie von deinem Unternehmen gehört hat. Zweifle Dinge an und probiere Alternativen – eine andere Perspektive einzunehmen hilft, zu neuen Blickwinkeln und Blog-Themen zu finden.
  • Nutze deine eigenen Interessen: Du kannst auch deine eigenen Interessen und Hobbies in die Blog-Themen einfließen lassen. Du schaust gerne Filme oder Serien, gehst regelmäßig ins Museum oder kochst leidenschaftlich gern? Nutze diese Interessen und ziehe Vergleiche, schaffe Metaphern und Parallelen – das ergibt oft kreative, witzige und unterhaltsame Bog-Themen.

Abschließender Tipp

Eines meiner persönlichen Steckenpferde ist Whisky. Die Spirituose, ihre Herstellung und vor allem ihre Vielfalt, die sie trotz der immer gleichen Zutaten aufweist, faszinieren mich. Vielleicht sind gute Blogbeiträge wie ein guter Whisky: Ein guter Whisky ist vielseitig, hat aber trotzdem einen individuellen Charakter. Es macht Spaß, ihn zu genießen und er beschert dem Trinker ein „Aha“-Erlebnis. Doch um einen tollen Whisky herzustellen, braucht es Zeit, Geduld, Kreativität und Fachwissen.

Genau das braucht es auch, um vielseitige, interessante Blog-Themen zu finden, die einen echten Mehrwert für die Leser haben. Also keine Angst, wenn du einmal etwas länger über deinem leeren Word-Dokument grübelst. Einen Haufen guter Ideen kann man nicht in einer halben Stunde sammeln. Mit den oben genannten Tipps kurbelst du deine Kreativität an und findest gemeinsam mit deinen Kollegen die richtigen Blog-Themen.

Über den Autor

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Stefan Schmidt

Senior Account Manager bei HBI Helga Bailey GmbH – International PR & MarCom

Stefan ist seit Mai 2015 für die HBI tätig. Derzeit betreut er Kunden aus den Bereichen Automotive-IT, Elektromobilität, E-Commerce, Logistik und Consumer Electronics. Durch seine langjährige Erfahrung in der PR-Branche und als Promoter ist er Experte für Produkteinführungen, Messeauftritte und Pressearbeit. In seiner Freizeit bloggt Stefan über die bunte Welt der Spirituosen, liest Comics und gruselt sich bei Horrorfilmen.
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