Wie lang soll ein guter Blogartikel sein? Diese Frage wird unter Bloggern und Marketingprofis immer wieder heiß diskutiert. Liegt die Würze in der Kürze? Oder führen lange Blogartikel zum Erfolg? Und gibt es überhaupt die perfekte Textlänge?

Manche Experten plädieren für möglichst lange Beiträge jenseits der 2.000 Wörter, andere wiederum sehen kurze Texte als die perfekte Lösung. Fakt ist: Blogbeiträge müssen vor allem informativ und unterhaltsam sein, um den Lesern einen Mehrwert zu bieten. Doch zufriedene Leser sind nur die halbe Miete. Damit der Blog überhaupt gelesen, das heißt gefunden wird, muss er SEO-optimiert sein, um auch Google, Bing und Co zufriedenstellen. Das ist die große Herausforderung: Wie schaffe ich es, dass mein Blog sowohl bei den Lesern, als auch den Suchmaschinen gut ankommt? Mit diesen Tipps gelingen erfolgreiche Blogs.

Qualität vs. SEO – Finde die Balance beim Bloggen

Ein erfolgreicher Blog zeichnet sich vor allem durch die Qualität seiner Beiträge aus. Niemand wird einen Blog regelmäßig lesen, wenn er nicht einen Mehrwert daraus zieht – oder zumindest gut unterhalten wird. Doch was macht einen guten Blogbeitrag aus?

Eine packende Überschrift, die Interesse weckt, gehört genauso dazu, wie eine sinnvolle Struktur, ein unterhaltsamer Schreibstil, ein hoher Informationsgehalt und natürlich SEO-Optimierung. Der Text sowie die Überschriften sollten für die Zielgruppe relevante Keywords enthalten, um höher zu ranken.

Allerdings gilt es, die Balance zwischen Suchmaschinenoptimierung, Lesbarkeit und eigenem Stil zu wahren. Denn Blogs können auch überoptimiert werden: Wiederholt ein Blogartikel ein Keyword zu oft, wird das von den Suchmaschinen erkannt und bestraft. Außerdem leidet die Lesbarkeit bei zu viel SEO-Optimierung – und schließlich soll das Lesen ja Spaß machen.

Wie lang ist ein guter Blogpost?

Auch die Länge des Blogartikels ist ein wichtiges Kriterium, das allerdings häufig unterschätzt wird. Denn die Textlänge entscheidet nicht nur darüber, wie der Text bei den Lesern ankommt, sondern auch über das Suchmaschinenranking.

Die Länge von Blogbeiträgen ist ein heiß diskutiertes Thema. So viel sei schon jetzt verraten: Die eine richtige Lösung gibt es nicht. Stattdessen muss sorgfältig abgewägt werden, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Leser steht dem Informationsgehalt des Blogs gegenüber. Ein guter Artikel soll Informieren, darf aber auf keinen Fall langweilig sein. Zu viel Text droht die Leser zu erschlagen und irgendwann verlieren sie die Aufmerksamkeit. Eine Analyse der Publishing-Plattform Medium hat ergeben, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne beim Lesen eines Textes etwa sieben Minuten beträgt. Das entspricht ungefähr einer Textlänge von 1.400 bis 1.750 Wörtern.

Die Länge eines Blogartikels hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Leser, sondern auch auf die Suchmaschinenrankings des Beitrags. Es gibt viele Einflussfaktoren, die das Ranking beeinflussen: SEO, Keywords, Verlinkungen – und eben auch die Textlänge. Wie kann ich sowohl Leser als auch Suchmaschinen zufriedenstellen?

Kurz und knackig – Die Vorteile von kurzen Blogartikeln

Schon die Grenzwerte sind schwer zu definieren. Wo hört ein kurzer Blogartikel auf, wo fängt ein langer an? Meistens wird als Grenzlinie die 1.000-Wörter-Marke gezogen. Definieren wir also „Kurzbeiträge“ als Blogartikel unter 1.000 Wörter. Welche Vorteile hat so ein kurzer Beitrag?

  • Kurzbeiträge sind schneller geschrieben als lange Artikel. Das heißt, du kannst deinen Blog auch mehrmals in der Woche mit neuem Content bestücken. Die Posting-Frequenz ist höher, der Blog wird stetig aktualisiert und steigt dadurch in den Rankings.
  • Kurze Texte können schneller konsumiert werden. Leser können sie auch mal zwischendurch lesen und sich den Inhalt besser merken.
  • Schließlich eignen sich Kurzbeiträge bestens, um Informationen schnell an den Leser zu bringen. Wenn du eine Information kurz und prägnant vermitteln willst, sollte der Text nicht unnötig lang sein. Wenige Worte sagen oft mehr.

Ein kurzer Blogbeitrag hat durchaus seine Vorteile. Wichtig ist, dass er trotz seiner Kürze noch genügend Informationen enthält und einen Mehrwert bietet. Er sollte aber auch nicht zu vollgestopft sein, denn eine zu hohe Keyword-Dichte bewerten Suchmaschinen negativ. Außerdem macht das den Text unleserlich.

Die unendliche Geschichte – Die Vorteile von langen Blogartikeln

Lange Blogbeiträge sind länger als 1.000 Wörter – viele Blogger schreiben sogar Beiträge, die mehrere Tausend Wörter lang sind. Ein solcher Beitrag muss dann allerdings hervorragend geschrieben und strukturiert sein, um die Leser bei Laune zu halten. Wann lohnt sich der Aufwand?

  • In langen Blogartikeln kann man viel tiefer in die Materie einsteigen als in Kurztexten. Besonders bei komplexen Themen lohnt es sich, in die Details zu gehen, um den Leser bestmöglich zu informieren.
  • Eine höhere Wortanzahl wird von Suchmaschinen positiv bewertet und kann zu einem besseren SEO-Ranking führen.

Doch Vorsicht ist geboten: Damit ein Text nicht zur unendlichen Geschichte wird und die Leser langweilt, sind einige Aspekte zu beachten: Zum einen muss der Text sinnvoll und übersichtlich strukturiert sein. Absätze, Zwischentitel, Textboxen und Aufzählungen helfen Lesern, sich im Text zurechtzufinden und wichtige Punkte zu überfliegen. Außerdem helfen Bilder und Grafiken, die Leser bei Laune zu halten. Zuletzt sollte man darauf achten, auf unnötige Füllsätze und Ausformulierungen zu verzichten. Der Text ist schon lange genug, muss also nicht noch unnötig aufgebläht werden.

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Den perfekten Blogartikel gibt es nicht

Sowohl lange als auch kurze Blogbeiträge haben ihre Vorteile. Wofür man sich entscheidet, hängt letztlich ab vom persönlichen Stil des Autors, vom Thema des Beitrags, von der Zielgruppe und schließlich von der Intention, die der Autor verfolgt. Die perfekte Länge gibt es also nicht.

Letztlich musst du abwägen: Wie viele Wörter brauche ich, um meinen Lesern ein Thema informativ und unterhaltsam zu vermitteln? Bei erklärungsintensiven Themengebieten wie Gesundheit, Finanzen oder auch Technologie sind ausführliche Blogartikel geeignet, um tief in die Materie einzutauchen und komplexe Sachverhalte zu erklären. Kurze Texte eignen sich wiederum, um die Leser schnell über eine Neuigkeit zu informieren, oder um Themen zu kommentieren. Am wichtigsten ist, dass der Blog seiner Zielgruppe einen echten Mehrwert bietet.

Leser und Suchmaschinen haben verschiedene Anforderungen. Während Leser häufig kurze Texte bevorzugen, die sie zwischendurch lesen können, bewerten Suchmaschinen lange Texte besser in den Rankings. Auch hier muss abgewogen werden: Was ist mir wichtiger – zufriedene Leser oder ein gutes SEO-Ranking?

Dieser Blogbeitrag hat übrigens genau 982 Wörter und hat dich etwa vier Minuten lang beschäftigt.

Über den Autor

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Stefan Schmidt
Senior Account Manager bei HBI Helga Bailey GmbH – International PR & MarCom

Stefan ist seit Mai 2015 für die HBI tätig. Derzeit betreut er Kunden aus den Bereichen Automotive-IT, Elektromobilität, E-Commerce, Logistik und Consumer Electronics. Durch seine langjährige Erfahrung in der PR-Branche und als Promoter ist er Experte für Produkteinführungen, Messeauftritte und Pressearbeit. In seiner Freizeit bloggt Stefan über die bunte Welt der Spirituosen, liest Comics und gruselt sich bei Horrorfilmen.
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