Nachdem wir uns in unserer Serie „Instagram Marketing – Alles Wissenswerte“ ausführlich mit den Möglichkeiten und Features auf Instagram beschäftigt haben, widmen wir uns nun dem Thema Werbeanzeigen – den so genannten Sponsored Posts: Instagram hat seine Funktionspalette umfangreich erweitert und bietet Unternehmen unterschiedlichste Funktionen, um die eigene Marke zu boosten

Nutzt meine Zielgruppe Instagram?

Mit dieser Frage haben wir uns in unserer Instagram-Blogreihe bereits auseinandergesetzt. Aber hier die kompakte Antwort auf die Frage: Wer nutzt Instagram? Jeder! Deswegen sollte man sich nicht auf die Frage versteifen, ob die Plattform auch für die B2B-Kommunikation geeignet ist. Fest steht, dass Instagram vor allem Endkonsumenten anspricht, aber auch immer mehr B2B-Unternehmen das Online-Bilderbuch für sich entdecken – wieso auch nicht? Die Nutzer sind nicht mehr zwischen „14 und 28 Jahre alt“ und ebenso wenig sind alle Nutzer Fashion Victims oder Tech Geeks. Die Online-Plattform vereint unterschiedlichste Vorlieben und User sämtlicher Altersgruppen in seinem Netzwerk. Das eröffnet Unternehmen, Politikern und jeder anderen Person des öffentlichen Lebens allerhand Möglichkeiten, ihre jeweilige Zielgruppe zu erreichen.

Lohnen sich Sponsored Posts auf Instagram?

Diese Frage können wir schnell beantworten, indem wir erst einmal eine andere Frage beantworten: Wie recherchieren Endkonsumenten – also wir selbst? Die erste Spur führt vielleicht zu einer Suchmaschine – die Suchergebnisse geben einem bereits eine vage Vorstellung, aber soll das wirklich alles gewesen sein? Natürlich nicht! Laut Criteo beginnen 70 Prozent der Konsumenten ihren Weg zu einer Kaufentscheidung ohnehin nicht über Suchmaschinen – informieren sich also oft über andere Kanäle. Vielleicht über Instagram oder Pinterest? Der Customer Journey hat sich verändert – die des B2B-Kunden ebenso wie der des B2C-Kunden. Und im selben Maße müssen sich auch Kommunikations- und Marketingmix anpassen. Wer eine Marke aufbauen will und dazu Instagram als passende Plattform definiert hat, dem können wir durchaus sagen: Ja, Sponsored Posts auf Instagram lohnen sich.

Dennoch gilt: Nicht jedes Produkt ist Instagram-würdig

Wir als PR-Expertinnen und -Experten beraten tagtäglich unsere Kunden und natürlich will jedes Unternehmen auf jeder Plattform vertreten sein, um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen – ob das überhaupt sinnvoll ist, haben wir hier bereits diskutiert
Einem Hersteller einer Mehrfachsteckdose, der über Instagram seine Produkte vermarkten will, würden wir von Instagram eher abraten – die Chancen stehen hier nicht besonders gut, eine große Follower-Gemeinschaft zu schaffen, auch nicht mit Sponsored Posts. Es sei denn, die Mehrfachsteckdose ist besonders smart, nimmt die Stimmung seines Nutzers wahr und spielt passende Musik ab. Wenn dem nicht so ist, sollte man besser auf einen anderen Kanal setzen, zumindest wenn das Unternehmen es sich zum Ziel gesetzt hat, seine Verkaufsrate zu steigern.

Sponsored Posts auf Instagram – Optionen

Wenn Unternehmen allerdings „instagramable“ sind, können sich Sponsored Posts auf Instagram durchaus lohnen. Je nach Ziel bieten sich hier unterschiedliche Optionen an: Will man mehr Follower gewinnen, will man Traffic auf der eigenen Website generieren oder will man direkt verkaufen? Instagram hat in den letzten Jahren auf die Veränderungen und auch das Verhalten seiner User reagiert und ziemlich aufgestockt.

Bild 1: Instagram bietet bei den Sponsored Posts mehrere Optionen: Sollen mehr Besucher auf das eigene Profil (z. B. gut geeignet, um mehr Follower zu generieren) oder will man doch lieber den Sales oder Website Traffic (eine neue Landingpage, ein Gewinnspiel, Teilnahme an einem Event) ankurbeln? Auch die Ansprache via DM ist möglich.

Option #1: Ein kleiner Boost tut jedem Kanal gut

Der Instagram-Account ist da und es fehlt ein Boost? Doch wie? Inzwischen können neben Bildern auch Bildstrecken und Videos beworben werden – im Feed genauso wie in der Story. Diese sollten natürlich eine gewisse Message transportieren, um die User zu einem weiteren Klick in Richtung Profil zu animieren. Wie erfolgreiche Ads aussehen können, hat Instagram in einer Übersicht zusammengetragen.

Option #2: Mehr Website-Traffic

Besonders lohnenswert ist es, den Traffic auf die eigene Website zu lenken, wenn man z. B. gerade ein neues Produkt oder ein neues Feature gelauncht hat. In unserem Fall ist es ein Blogpost: Instagram Trends 2019! Ein Sponsored Post ist schnell aufgesetzt und das ganz einfach direkt in der Instagram-App – dies gilt allerdings nicht für alle Werbeformate. Die Zielgruppe kann dabei individuell festgelegt werden oder Instagram legt selbst eine fest – dann zeigt der Algorithmus die Werbeanzeige all denjenigen, die ungefähr der bisherigen Followerschaft entsprechen.

Option #3: Shoppable Posts

Der Name sagt schon alles – vor geraumer Zeit führte Instagram die Einkauf-Option ein. Wie das aussieht, sieht man hier. Bereits etliche Unternehmen bedienen sich dieses Features – darunter auch mehrere aus Deutschland. Besonders oft wird es bei Schmuck, Taschen, Uhren und anderen Fashion-Produkten genutzt – alles Produkte, die „instagrammable“ sind. Die Shoppable Posts an sich sind kostenlos, allerdings kann man diese selbstverständlich auch bewerben, um die Reichweite zu erhöhen und sich weitere Personenkreise zu erschließen

Option #4:  Sponsored Messages via DM

Auch dieses Feature öffnet Unternehmen verschiedene Türen, vielleicht um neue Influencer für sich zu gewinnen? Eine Benachrichtigung an die „Lieblingsfollower“ rauszusenden? Allerdings ist dieses Feature erst geeignet, wenn man sich schon eine gewisse Followerschaft aufgebaut hat, da die Direct Messages oft im Spamfilter von Instagram landen und schnell mal übersehen werden.

Bild 2: Es steht fest, welches Bild oder Video für die Werbeanzeige genutzt wird? Dann sucht man im nächsten Schritt die Zielgruppe aus. Ebenso bietet Instagram einem die Option, festzulegen, wo die Zielgruppe lokal anzuordnen ist.

Ab jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Ziel. Im letzten Schritt das Budget festlegen: Wie viel Geld steht an einem Tag zur Verfügung; wie lang soll die Kampagne laufen?
Übrigens: Wenn die Resultate absolut nicht dem entsprechen, was man sich erhofft hatte, kann man ein Sponsoring auch frühzeitig beenden.

Bild 3: Budget festlegen und los geht’s!

Auf welche Weise taucht der Sponsored Post im Feed auf?

User scrollen wie gewohnt durch ihren Feed. Der Post sieht genauso aus wie alle anderen Beiträge auch, außer dass er als „gesponsert“ gekennzeichnet ist und über den „Mehr erfahren“-Button auf die Quelle eurer Wahl führt. In unserem Fall war es unser HBI-Blog. Für uns hat sich dieser Sponsored Post rentiert: Wir haben viele Besucher auf unsere Website gelockt und unsere Reichweite spürbar gesteigert.

Instagram bietet aktuell schon etliche Features, um den Traffic der eigenen Website zu erhöhen, um mehr Reichweite zu gewinnen und die eigene Zielgruppe anzusprechen. In einem unserer nächsten Blogpost gehen wir näher auf die Auswertung der Sponsored Posts auf Instagram ein: War meine Kampagne erfolgreich, habe ich meine Ziele erreicht? Dazu gibt es hier bald mehr.

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