Wie funktioniert der Instagram-Algorithmus? Wie kann man mehr Follower gewinnen und wieso ist die Plattform auch für das Marketing so interessant? Das waren unsere Instagram-Themen 2018. Heute geht es hier auf dem Blog mit unserer Instagram-Reihe weiter, und da 2018 vorüber ist, stellen wir euch einige der bekanntesten Instagram Trends und Challenges des letzten Jahres vor.

Zu den Trends

Da Q&A-Runden immer beliebter werden, gibt es auch auf Instagram seit 2018 die Frage-Funktion in den Stories. Der Gedanke dahinter ist eigentlich, dass noch mehr Zeit in der App verbracht wird. Darüber hinaus trägt diese Funktion auch zur Stärkung der Beziehung zu Followern und der Interaktion bei, da man einiges über die Person erfährt. Statt den im Oktober 2017 eingeführten Umfragen, in denen Nutzer zwischen zwei Antwortmöglichkeiten entscheiden können, sind durch den Sticker nun auch offene Fragen möglich. „Was wolltest Du immer schon einmal wissen?“, „Was hast du am Wochenende gemacht?“ „Was muss ich in Wien gesehen haben?“ sind nur ein paar Beispiele, wie sie in der App vorkommen.

Foto 2: Neue Antwortmöglichkeiten
Foto 1: „Alte“ Funktion

Ein weiterer Trend war der Repost von Fotos in den Stories des gleichen Profils und das hatte einen rein strategischen Grund. Aufgrund des Instagram-Algorithmus werden Bilder teilweise nicht im Feed angezeigt und erhalten keine Aufmerksamkeit. Indem in den Stories ein Repost des neuesten Bildes erfolgt, soll so auf dieses aufmerksam gemacht werden. Meistens wird das Bild nicht komplett dargestellt, sondern verschwommen oder zur Hälfte verdeckt, damit die Follower auf das Profil gehen, um das komplette Bild zu sehen und es bestenfalls liken.

Mittlerweile wird auch vermehrt auf andere Accounts aufmerksam gemacht. Durch gegenseitige Shout-Outs kann ein Account Reichweite generieren. Die Follower auf der anderen Seite hingegen lernen neue Profile mit bestenfalls den gleichen Interessen und Themen kennen, welchen sie folgen können. Der #shoutoutsunday bzw. „meine Lieblings-Accounts diesen Monat“ oder #FollowFriday, werden sowohl in den Stories, als auch im Feed veröffentlicht.

Ebenfalls im Feed und in den Stories möglich ist seit letztem Jahr auch Instagram Shopping. Sogenannte „Shoppable Posts“ werden durch einen kleinen Art Warenkorb als Verlinkung angezeigt, man gelangt durch einen Click direkt zu dem Produkt im Onlineshop des Unternehmens. Zuvor war dies, und ist es immer noch, durch die „Swipe-up“-Funktion in den Stories möglich. Die Instagram Shopping-Option erscheint im Feed mit Angabe des Produkt-Preises.

Foto 3: Instagram Shopping

Das Einfügen von GIFS war zunächst nur in iMessage, WhatsApp oder im Facebook Messenger möglich und ist jetzt auch in den Instagram-Stories verfügbar. Diese können durch das neue Feature mit passenden Animationen „aufgepeppt“ werden. Der Inhalt der Stories kann ebenfalls durch die Musik-Funktion aufgewertet werden.

Foto 5: Verlinkung von Musik
Foto 4: GIPHY für die Stories

Nachdem seit 2018 auch mehr Filter für die Bearbeitung von Bildern verfügbar sind, ist auch hier ein neuer Trend erkennbar. Der „going retro“ bzw. Vintage-Filter verleiht den Bildern einen Hauch der 90er Jahre. Hinter dem Trend steckt die „Huji-Cam“-App. Das Ziel ist es, Bilder wie einen Schnappschuss aus der Einwegkamera erscheinen zu lassen.

Foto 6: Zurück in die 90er-Jahre  mit der Huji-Cam-App

Der letzte große Trend auf Instagram war 2018  IGTV, als YouTube-Konkurrent und Online-TV-Möglichkeit. Instagram-TV ist auf der Startseite der App oben links abrufbar und eine Ergänzung zu den Stories. Der Vorteil ist, dass die Videos keine zeitliche Beschränkung von einer Minute besitzen, wie es bei den üblichen Videos ist. In Anlehnung an das normale Fernsehen beginnt IGTV sofort beim Öffnen der App. Hier kann man zum Beispiel Videos von Personen sehen, denen man schon folgt. Durch ein nach-oben-wischen gelangt man zur Discover-Funktion, um für einen passende oder beliebte Videos zu sehen. Hier kann man ebenfalls liken, kommentieren oder die Videos an Freunde schicken.

Das waren die bekanntesten Trends auf Instagram. Es gab aber auch noch so manche Instagram-Challenge, die für Aufmerksamkeit (und auch Fassungslosigkeit) sorgte:

“In my Feelings-“ bzw. “Do The Shiggy-Challenge”

Ausschlaggebend für diese Dance-Challenge war der Release des neuen Albums des Rappers Drake und eine anschließende Choreographie des Instagram-Comedians Shiggy. Was kann man sich darunter vorstellen? Zunächst ist ein bestimmter Teil der Lyrics der Hook die Grundlage für den Tanz:

  1. “Kiki, do you love me“ ist der Teil, bei welchem mit den Händen ein Herz geformt wird
  2. “Are you riding?“ – die Hände imitieren eine Lenkbewegung.
  3. “Say you’ll never ever leave from beside me”  mit einer Handbewegung wird eine verneinende Geste gemacht, sowie sich zur Seite bewegt.

Alles schön und gut, wenn es jedoch nicht Teil der Challenge wäre, diesen Tanz neben einem langsam fahrenden Auto zu machen, aus dem man zuvor ausgestiegen ist. Einer fängt einen solchen gefährlichen Trend an und alle ziehen nach. Jeder kennt nun das Lied von Drake, immerhin ein positiver Aspekt dieser Aktion.

Die “Tide-Pod-Challenge

Die nächste Challenge ist ebenso gefährlich. Die in den USA gestartete „Mutprobe“ besteht darin, die mit Waschmittel, Fleckenentferner und Aufheller befüllten kleinen Beutel der Marke Tide in den Mund zu nehmen, aufzubeißen und das Video anschließend zu veröffentlichen. Wieso solche gefährlichen Challenges viral gehen, muss man nicht verstehen. Fakt ist, dass es weder cool noch witzig ist, sondern einfach nur Lebensgefährlich. Der Hinweis der Firma Tide auf die Gefahren von Waschmittel ist in diesem Fall auch nicht besonders hilfreich.

Und zum Schluss: Die “Falling-Stars Challenge“

Die letzte Challenge, die unter anderem in diesem Jahr für Aufmerksamkeit sorgte, ist die Falling-Stars-Challenge. Der Sinn davon? Man weiß es nicht. Mit den Bildern soll ein angeblicher Todesfall dargestellt werden. Die Person liegt mit dem Gesicht nach unten, da es wie ein Sturz aussehen soll. Um die Person herum liegen Accessoires, die durch den „Sturz“ aus den Taschen gefallen, in Wirklichkeit jedoch perfekt platziert sind. Dem Namen entnommen geht es nicht um „normale“ Personen, sondern um VIPs. Mit Privat Jets, Tennisplätzen oder Einkaufstaschen aus Luxus-Läden in den Bildern wird der Reichtum dieser Stars symbolisiert.

Fazit

2018 gab es auf Instagram viele neue Trends und Challenges. Die Neuerungen binden den User noch mehr an die App und verstärken die Interaktion mit den Followern. Die Instagram-Stories waren so beliebt wie noch nie. Mit Bildern oder kurzen Videosequenzen kann auf einfache Weise ein 24 Stunden lang verfügbarer Einblick in den Tag gegeben werden. Durch die „Swipe-up“-Funktion, sowie Instagram Shopping, wird man noch schneller zum Kauf eines Produktes animiert. Die Einfachheit, noch in der App Produkte in den Warenkorb zu legen und diese dann tatsächlich zu bestellen, bietet Unternehmen und Onlineshops eine neue Möglichkeit, Produkte zu verkaufen. Die Trends sind sinnvoll, die Challenges hingegen nicht. Die oftmals seltsamen und teilweise auch gefährlichen und leichtsinnigen Challenges im Internet zu verbreiten, sollte nicht passieren und auch keine Aufmerksamkeit verdienen.

Welche Marketing Trends es wohl für 2019 gibt? Das lest Ihr im nächsten Blogbeitrag unserer Instagram-Serie.

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