Seit über zwei Jahren gibt es nun schon einen Instagram-Algorithmus, der dafür sorgt, dass Beiträge im Feed nicht mehr chronologisch angezeigt werden. Es gab zahlreiche Spekulationen, wie der Algorithmus funktioniert und wie man ihn beeinflussen kann. Nun endlich wurde von Seiten Instagram Klartext gesprochen und die Funktionsweise erklärt. Beiträge werden unter Einbezug von verschiedenen Faktoren bewertet und dann für jeden Nutzer in seinem Feed personalisiert gesammelt. Doch was sind das für Faktoren? Wir haben die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst.

Interest – Beeinflusst von den Beiträgen, die ein User oft liked, werden Posts für seinen Feed gesammelt. Wenn ein Nutzer beispielsweise oft Tierbilder mit einem Like versieht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er mehr Tierbilder sieht.

Aktualität – Der Instagram-Algorithmus versucht die Beiträge für die Nutzer aktuell zu halten. Neue Beiträge werden weit oben angezeigt. Das funktioniert aber nur, wenn die Nutzerfrequenz berücksichtigt wird. Viele User sind mehrmals pro Tag online und wollen dann nicht immer die gleichen Posts sehen. Aus diesem Grund werden bei manchen ältere Beiträge höher gerankt. Öffnet ein Nutzer die App 20x am Tag, sind die Beiträge nur wenige Minuten alt. Öffnet man die App nur selten, sind auch Beiträge, die schon mehrere Stunden alt sind, noch ganz oben im Feed und gelten als aktuell.

Relationship – Dieser Faktor ähnelt Interest. Wie bei den meisten Algorithmen beeinflussen ihn bisherige Interaktionen. Interagiert man mit einem Account häufig, steigt auch dessen Sichtbarkeit im Feed. Dieser Punkt macht klar, dass die Follower-Zahl allein nicht alles ist. Interaktionen sind wichtig, um eine große Reichweite zu erlangen. Das heißt aber nicht, dass Instagram-Beiträge aussortiert werden. Die Inhalte werden lediglich priorisiert. Wenn man lange genug nach unten scrollt´, findet man alle Posts.

Nutzungsdauer – Der Feed wird auch davon beeinflusst, wie lange der User die App geöffnet hat. Ob man Instagram nur für ein paar Sekunden öffnet oder minutenlang scrollt, macht einen Unterschied. User, welche die App immer nur sehr kurz offen haben, bekommen jene Beiträge ganz oben gezeigt, die der Algorithmus für am interessantesten hält. Das bedeutet, dass die oben erklärten Faktoren einflussreicher sind.

Follower – Natürlich ist auch die Anzahl an Profilen, denen jemand folgt, entscheidend. Folgt ein User hunderten von Profilen, hat der Algorithmus mehr Auswahl an Bildern, die er dem Nutzer zeigen kann. Je mehr Profilen man folgt, desto mehr verwendet Instagram die Faktoren Interest, Aktualität und Relationship, um den Feed zusammenzustellen.

Stories – All diese Faktoren bestimmen auch die Reihenfolge, in der Stories angezeigt werden. Lange wurde vermutet, dass Accounts, die häufiger die Story-Funktion nutzen, höher im Feed gerankt werden. Jetzt wissen wir aber, dass dem nicht so ist. Die Nutzungshäufigkeit der Story-Funktion und dem Instagram Live Feature haben keine Auswirkungen auf den Feed.

Videos – Anders als lange vermutet, werden Videos nicht höher gerankt als Bilder.

Unternehmensprofile – Klargestellt ist jetzt auch, dass der Algorithmus keinen Unterschied zwischen Accounts von Unternehmen und Privatpersonen macht.  Oft wurde zudem behauptet, dass Unternehmen, die Anzeigen schalten, weniger Reichweite bekommen. Das ist aber nicht wahr. Instagram merkt sich nicht, wer Geld für Posts ausgibt und rankt dann die nicht gesponserten Beiträge absichtlich niedrig, nur damit man wieder Geld ausgibt. Wenn Unternehmen seit der Einführung des Algorithmus sinkende Zahlen in der Reichweite sehen, könnte es daran liegen, dass die Konkurrenz in den letzten Jahren enorm gewachsenen ist.

Aber warum hat Instagram den Algorithmus überhaupt eingeführt?
Vor der Zeit des Algorithmus haben 70 Prozent der User nur etwas 50 Prozent der abonnierten Inhalte im Feed angesehen. Laut Instagram sehen die Nutzer dank dem Algorithmus nun 90 Prozent der Posts. Wenn man bedenkt, dass sich die Anzahl der aktiven User und die Verweildauer in der App deutlich erhöht haben, kann man sagen, dass die Einführung ein Erfolg war. Im Juni 2018 stieg die Zahl der monatlich aktiven User auf 1 Milliarde. Zwei Jahre davor waren es 500 Millionen. Die Zahlen sprechen auf alle Fälle für den Algorithmus.

– Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an HBI

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