Damit Werbung als erfolgreich bezeichnet werden kann, muss sie in erster Linie die Aufmerksamkeit ihres Publikums gewinnen. Im digitalen Zeitalter ist die Anzahl der Kanäle, über die das Publikum erreicht werden kann, gestiegen. Das macht es für den Werbetreibenden nicht unbedingt einfacher. Wie eine aktuelle Studie festgestellt hat, sinkt durch Multitasking und Multiscreening die Aufnahmefähigkeit der Nutzer für Werbeinhalte um 25 Prozent. Hinzu kommt noch die zunehmende Verbreitung von Adblockern. Der Versuch der Verleger, Programme wie Eyeos Adblock zu verbieten, hatte wenig Erfolg. Doch auch das menschliche Gehirn wird als noch viel wirksamerer Adblocker bezeichnet.

Guerilla Marketing schafft die gewünschte Aufmerksamkeit!
Der Begriff wurde in den 1980ern von Jay Conrad Levinson geprägt und beschreibt Kampagnen, die mehr auf Kreativität setzen statt auf Budget. Ziel ist es, das Publikum durch unerwartete Aktionen zu überraschen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das Überraschungsmoment ist die stärkste Waffe im Guerilla Marketing. Lassen Sie es im Hochsommer schneien und feiern eine Apré-Ski-Party im Freibad oder verwandeln Sie einen Schulhof für einen Tag in eine Zirkuslandschaft!

Anfangs war es für kleine Unternehmen eine Möglichkeit, mit Großkonzernen, denen sehr viel mehr Budget zur Verfügung steht, mitzuhalten. Wegen des großen Erfolgs verwenden mittlerweile Organisationen jeglicher Art – egal ob Vereine, große und kleine Unternehmen oder gemeinnützige Organisationen – Guerilla-Methoden in ihrer Marketing-Strategie.

Guerilla Marketing nutzt das gewohnte Umfeld der Zielgruppe und interagiert mit ihr – dabei erfordert es viel Kreativität, um eine geeignete Aktion zu finden. Wie kann man die Botschaft eines Unternehmens so in dieses Umfeld integrieren, dass sie die Aufmerksamkeit potentieller Kunden weckt? Ob die Kampagne nun in Außen- oder Innenbereichen (Fußgängerzone, Hauptbahnhof, usw.) oder begleitend zu einer Veranstaltung (Fußballspiel, Konzert, usw.) stattfinden soll – viel wichtiger ist, wie das Produkt möglichst unkonventionell und emotional an die Zielgruppe vermittelt wird.

Guerilla-Taktiken können auch traditionelle Maßnahmen unterstützen. Zum Beispiel können damit Besucher an einen Messe- oder Info-Stand geführt werden. Die erfolgreichsten Kampagnen interagieren mit dem Zielpublikum, binden sie ein und bewegen sie dazu, selbst Content zu erstellen. Letzteres ist besonders im digitalen Bereich von Bedeutung. So kann die Interaktion der potentiellen Kunden mit der Aktion vor Ort schnell und einfach mit dem richtigen #Hashtag in den sozialen Netzwerken geteilt werden.

Die Herausforderung im Guerilla Marketing besteht darin, eine kreative Idee zu finden, die ungewöhnlich ist und somit Aufmerksamkeit generiert, möglichst viel Interaktion mit potentiellen Kunden bietet und gleichzeitig das Produkt oder die Organisation bestmöglich vermittelt.

– Dieser Beitrag wurde erstellt von Ebru Özalan, Account Manager bei HBI

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