Nun ist auch der 52. Super Bowl Geschichte. In einem sehenswerten Offensivspektakel feierten die Philadelphia Eagles ihren ersten Super-Bowl-Triumph und entthronten die New England Patriots um Star-Quarterback Tom Brady. Der Außenseiter setzte sich im hochklassigen Finale der National Football League im U.S. Bank Stadium von Minneapolis mit 41:33 gegen den Titelverteidiger durch. Dabei brachen beide Teams die bisherige Bestmarke für gemeinsam erzielte Yards.

Doch nicht nur für die Spieler und Fans aus Boston und Philadelphia war der Super Bowl der Höhepunkt. Auch für zahlreiche Firmen ist der Super Bowl das Marketing-Highlight des Jahres. Großangelegte PR-Kampagnen werden rund um das Ereignis entwickelt. Ein 30-sekündiger Werbespot in der Halbzeitpause des Spiels kostete in diesem Jahr über 5 Millionen Dollar.

Dabei beschränken sich die Werbetreibenden nicht mehr nur auf einen Spot, der während des Super Bowls läuft. Vielmehr werden ganze Kampagnen rund um das Ereignis konzipiert. Dabei spielt auch die Videoplattform YouTube eine wesentliche Rolle.

Doritos und Mountain Dew kleckerten nicht und ließen Peter Dinklage und Morgan Freeman mit den Stimmen von Busta Rhymes und Missy Elliot gegeneinander rappen. Autohersteller KIA warb mit Rocker Steven Tyler und den brasilianischen Formel-1-Champion Emerson Fittipaldi.

Warum das Ganze? Sängerin Beyoncé erwähnte beispielsweise während ihrer Halbzeitshow 2013 die Fischrestaurant-Kette Red Lobster. Deren Verkaufszahlen stiegen daraufhin um 33 %.

Krisen-PR beim Super Bowl? Von Nipplegate bis Deflategate
Star Act der diesjährigen Show war zum zweiten Mal Superstar Justin Timberlake. Sein letzter Auftritt beim Super Bowl zeigt jedoch auch, dass Krisen-PR ein wichtiger Faktor sein kann. Sein Auftritt mit Janet Jackson ging in die Geschichte ein und sorgt seitdem dafür, dass während der Halbzeitshow eine Zeitverzögerung von 5 Sekunden erfolgt. Die Verzögerung wurde nach dem „Nipplegate“-Skandal eingeführt, um ein ähnliches PR-Desaster wie vor 14 Jahren zu verhindern.
Vor drei Jahren waren auch die Finalteilnehmer der Patriots in die sogenannte „Deflategate“-Affäre verstrickt. Im Playoff-Spiel gegen Indianapolis Colts waren Footballs mit zu wenig Luft eingesetzt worden. Nach langem hin und her wurde Quarterback Tom Brady für vier Spiele gesperrt. Kritik für eine schlechte Krisen-PR erntete dabei vor allem die NFL selbst.

Eine der bekanntesten Werbeaktionen zum Super Bowl gibt es bereits seit 31 Jahren. 1987 startete Filmkonzern Disney die berühmte „What´s next?“-Kampagne. Beim 21. Super Bowl zwischen den New York Giants und den Denver Broncos feierte sie Premiere. Kurz nach dem Spiel wurde Phil Simms, Quarterback der siegreichen Giants, gefragt: „Phil Simms, you’ve just won the Super Bowl, what are you going to do next?“ Wie ausgemacht antwortete er: „I´m going to Disney World.“ Sowohl Simms als auch Broncos Quarterback John Elway stimmten zu, kurz nach ihrem möglichen Triumph für 75,000 US-Dollar den mittlerweile berühmten Satz nach dem Spiel zu sagen. Seitdem antworten Stars jedes Jahr auf die Frage, die anschließend als Werbung ausgestrahlt wird.

Auch andere Firmen blieben mit gelungenen PR-Kampagnen im Gedächtnis
2014 wusste der Chips-Hersteller Doritos, dass es nicht einfach werden würde, bei der Konkurrenz andere Werbetreibende herauszustechen. Deswegen wählte er den kreativen Weg: Fußball-Fans kennen das Telekom T in der Allianz Arena seit Jahren. Dorito nutzte die selbe Idee und kleidete 30 Leute in hellen orangenen Farben ein, um einen Dorito-Chip auf der Tribüne zu bilden.

2013 sorgte ein Stromausfall für eine Spielunterbrechung von knapp 35 Minuten. Soziale Netzwerke wie Twitter explodierten, da alle Zuschauer sich fragten, was vor sich geht. Das Social-Media-Team des Keksherstellers Oreo reagierte schnell und kreativ. Es tweetete ein Bild mit dem Text: „Stromausfall? – Kein Problem, man kann auch im dunklen tunken“. So nutzte es die große Aufmerksamkeit geschickt aus.

120 Millionen Liter Bier konsumieren die US-Amerikaner am Tag des Super Bowl. Dass das große Spuren hinterlässt, ist klar. So melden sich knapp 10 Prozent aller Amerikaner am Tag nach dem Super Bowl krank. Ketchup-Hersteller Kraft Heinz gab daher dieses Jahr allen seinen Angestellten am selbstentwickelten „Smunday“ Feiertag (eine Kombination aus Super Bowl und Monday) frei. Damit aber noch nicht genug: Der Lebensmittelkonzern startete eine Online-Petition, um Football-Fans im ganzen Land dazu aufzurufen, ihre Unterschrift für einen landesweiten Nationalfeiertag abzugeben. Bei 100.000 Stimmen will der Konzern die Petition beim Kongress einreichen. Bisher haben knapp 30.000 Menschen unterschrieben. Für Kraft Heinz eine gelungene PR-Aktion mit großem medialen Echo.

– Dieser Beitrag wurde erstellt von Simon Herrmann, Account Manager bei HBI

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