Im digitalen Zeitalter hat man den Eindruck, immer miteinander verbunden zu sein. Doch wenn man ehrlich ist, ersetzt der Like eines Bildes oder Artikels nicht den persönlichen Kontakt. Klar kann man einfacher und schneller Informationen miteinander teilen, doch die wirkliche Kontaktpflege lässt sich so nicht ersetzen. Wenn man sich mal wieder zum Essen trifft und einen Abend Neuigkeiten austauscht, kommt man sich plötzlich wieder viel näher als durch das tägliche Chatten bei WhatsApp.

Das gilt nicht nur für persönliche Beziehungen – auch auf beruflicher Ebene können simpel erscheinende Aktionen und Gesten den Unterschied machen. Gute Beziehungen mit Journalisten baut man nicht durch den Versand von Pressemitteilungen auf – am Ende zählt der persönliche Kontakt, der unsere Kunden von den zahlreichen Mitbewerbern abhebt.

Wie aber soll man am besten vorgehen? „Relationship-Building“ muss kein Buzzword bleiben, sondern ist vielmehr eine Erfolgsstrategie. Hier kommen unsere fünf Tipps für die Kontaktpflege zu Journalisten:

  1. Persönliches Kennenlernen – der Presse die Türen öffnen

Der persönliche Kontakt zum Unternehmen spielt auch für die Medien eine große Rolle: Es ist wichtig, den Sprechern ein Gesicht zu geben und das funktioniert am besten durch ein persönliches Kennenlernen. Die Führungsetage steht dabei natürlich zunächst im Vordergrund, aber auch die Mitarbeiter und die Unternehmensphilosophie selbst werden durch den persönlichen Kontakt greifbarer. Eine tolle Möglichkeit sind beispielsweise Werksführungen oder Presseveranstaltungen in der Unternehmenszentrale. Eng damit verbunden sind auch Customer Stories – gerade im Technologiebereich ist es besonders wichtig, die praktische Umsetzung der Lösungen zu vermitteln. Wenn ein Endanwender für eine gemeinsame Veranstaltung, oder noch besser für einen Unternehmensbesuch, gewonnen werden kann, bekommen Journalisten nicht nur eine weitere Perspektive auf die Lösungen, auch die Kooperation wird greifbarer.

  1. Expertise statt Produkte

Viele Themen-Pitche scheitern, weil den Unternehmen vorgeworfen wird, dass die Artikel zu Marketing-lastig und wenig produktneutral geschrieben sind. Daher ist es wichtig, das Unternehmen bei den Medien auch als „Thought Leader“ für einen bestimmten Bereich zu positionieren. Journalisten berichten selten über einzelne Produkte der Hersteller. Es geht vielmehr um Trends. Warum also nicht einfach einen Experten-Kommentar anbieten, in dem man über die Erfahrungen in der Branche berichtet und seine individuelle Sicht auf ein Thema darstellen kann. Dabei ist das Timing entscheidend. Bei aktuellen Geschehnissen – beispielsweise einem Hacker-Angriff – kommen solche Expertenkommentare zur richtigen Zeit. Wenn man also den Journalisten proaktiv kontaktiert und seine Expertise zum Thema anbietet, kann es sehr gut sein, dass bei ähnlichen Vorfällen in Zukunft der Journalist direkt um eine Stellungnahme bittet – der Beginn einer guten Beziehung.

  1. Storytelling statt reine Produktkommunikation

Bei tausenden Pressemitteilungen, die täglich verschickt werden, ist es schwer, hervorzustechen. Wie kann man sicherstellen, dass die Neuigkeiten, die man kommunizieren möchte, auch bemerkt werden? Wichtig ist dabei zunächst, dass man immer wieder kontinuierlich von sich hören lässt. Das Hauptaugenmerk sollte dabei allerdings nicht auf den neuesten Funktionen eines Produktes alleine liegen. Entscheidend ist vielmehr, wie sich das neue Produkt, die neue Technologie oder die Veranstaltung in die gesamte Kommunikationsstrategie integrieren lässt. Daher gilt es, eine Geschichte zu erzählen, eine Verbindung zwischen den einzelnen Produktneuheiten zu schaffen und damit ein ganzheitliches Bild des Unternehmens zu vermitteln.

  1. Den Trends voraus sein

Das Thema Trends haben wir bereits in Bezug auf die Expertise angesprochen. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter. Journalisten wollen wissen, wie Unternehmen auf die aktuellen Herausforderungen der jeweiligen Branchen reagieren. Mehr noch – die Identifizierung aktueller Trends steht auf der To-Do-Liste der meisten Publikationen. Warum also nicht innovative Ansätze, Studienergebnisse oder Produktneuheiten bereits in einem Vorabgespräch erläutern und den Journalisten damit die Möglichkeit geben, die Neuigkeiten vor den Konkurrenzmedien aufzubereiten? Mit dem entgegengebrachten Vertrauen vertieft man die Beziehungen zueinander und legt den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit.

  1. Ganz neue Kontakte aufbauen

Als PR-Agentur bekommen wir von unseren Kunden häufig die Vorgabe, neue Kontakte zu Publikationen aufzubauen – sei es zu vertikalen Medien in bestimmten Branchen oder zur Tages- und Wirtschaftspresse. Die erste Aufgabe ist dabei die Recherche. Wer schreibt über die Mitbewerber? Hat der Kunde vielleicht eine andere Sicht auf ein Thema, zu dem kürzlich ein Artikel veröffentlicht wurde? Das Zeigen von Interesse und die Wertschätzung der Arbeit des Journalisten kann ein erster Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer guten Beziehung sein. Wenn man dann noch unsere anderen Tipps beherzigt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen 😉

Abschließend noch ein kleiner Extra-Tipp: Geduld haben und nicht aufgeben! Die Kontaktpflege zu Journalisten ist ein andauernder Prozess, der nicht immer einfach ist und manchmal eine große Portion Kreativität und Mut erfordert. Am Ende des Tages zahlt sich das Dranbleiben aber zu 99,99 Prozent aus – im Berufsleben wie auch privat.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Agnes Kultzen, Senior Account Manager bei HBI

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