Wearables sind derzeit in aller Munde und gehören immer häufiger zu unserem Alltag dazu, denn die Anzahl der genutzten Geräte wird immer größer. Diese versorgen uns mit vielfältigen Informationen über uns selbst. Damit hat die Technologie das Potential unser Gesundheitsbewusstsein und unsere Verhaltensweisen zu verändern. Die langfristigen Veränderungen in diesem Bereich werden sich noch zeigen. Was jedoch die Kommunikation angeht, können Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit, Fitness und Lebensmittel einiges von der in hohem Maße personalisierten Beziehung zwischen Wearables-Unternehmen und deren Kunden lernen.

Nach Meinung des Marktforschungsunternehmens Mintel wird der vielfältige Einsatz von Geräten, die Anwender mit Wissen über den eigenen Körper versorgen, einer der größten Trends dieses Jahres sein. Fast ein Drittel aller Befragten in Großbritannien (31%) können sich vorstellen eine Smartwatch mit Sportfunktionen zu nutzen und 40% interessieren sich für Geräte, die Herzfrequenz, Blutdruck und Bewegung aufzeichnen. Unser Kunde Fitbit, einer der führenden Unternehmen in der Branche, hat kürzlich zum ersten Mal eine Fernsehkampagne vorgestellt und auch namhafte Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik drängen auf diesen Markt – man denke nur an die kürzlich präsentierte Apple Watch. Dennoch zeigt der Verkaufsstopp der Google Glass, dass sogar die größten Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich in dieser aufregenden und unvorhersehbaren Branche zurechtzufinden.

Was bedeutet das also für die Kommunikation?

Es wird Zeit für personalisierte Angebote

Apps und andere Produkte, die vom Schlaf bis hin zur Herzfrequenz Aktivitäten aufzeichnen, liefern Anwendern ungeahnte Informationen über ihre Gesundheit. Für diese gut informierten Anwender sind die typischen Gesundheitstipps wie „eine halbe Stunde Sport fünf Mal die Woche“ oder „fünf Mahlzeiten pro Tag“ viel zu gewöhnlich. Die Unternehmen haben hier die Gelegenheit eine engere Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen, indem sie ihnen personalisierte Tipps und Angebote bieten, die auf deren Lifestyle und Ziele abgestimmt sind. Deutlich wird das beispielsweise schon durch neue Programme von Krankenkassen oder Fitnessstudios, wo Einheiten angeboten werden, die speziell auf die Herzfrequenz abgestimmt sind. Eine Partnerschaft mit Anbietern von Wearables oder anderen Produkten, die Informationen über die Aktivitäten der Anwender liefern, stellt für zahlreiche Unternehmen aus dem Gesundheits-, Lebensmittel- und Fitnessbereich eine große Chance dar.

Motivation und Relevanz schaffen

Eine der größten Herausforderungen in der Kommunikation heute ist es, den Menschen die Risiken von Gesundheitsproblemen, wie Herzkrankheiten, Diabetes oder Demenz zu vermitteln und zu zeigen, wie wichtig es ist, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Dies liegt nicht nur im Interesse der Regierung, von Stiftungen oder von Einzelnen. Auch Unternehmen, die entsprechende Produkte und Dienstleistungen anbieten, können etwas bewegen. Zahlen, Statistiken und komplizierte Risikobewertungen sind schwer zu verstehen und einfach zu ignorieren. Um etwas zu bewegen, muss man deutlich machen, dass die Risiken jeden persönlich betreffen können. HeartAge, ein Kunde unserer Partneragentur Kaizo (UK), nutzt einen einfachen Onlinetest, um die Risiken für Herzkrankheiten aufzuzeigen, indem das „Herzalter“ ausgerechnet wird. Es ist klinisch bewiesen, dass dieser Ansatz in einem Zeitraum von einem Jahr zu besseren Gesundheitsergebnissen geführt hat als herkömmliche Wege der Risikokommunikation.

Leitbilder überdenken

Die Olympiade 2012 und die Commonwealth-Spiele 2014 haben eine komplett neue Generation von Sportidolen hervorgebracht, die uns unterhalten und inspirieren. Aber ob Jessica Ennis-Hill, Mo Farah oder die Brownlee-Brüder wirklich die richtigen Vorbilder sind, die uns vom Sofa holen und zu mehr Bewegung motivieren, bleibt offen. Die vom Magazin Sport England hoch gelobte “This Girl Can”-Kampagne zielte darauf ab, mehr Frauen zur Teilnahme an sportlichen Aktivitäten zu ermutigen. Dabei setzte man auf echte Frauen jeden Alters, jeder Körpergröße und auf unterschiedlichem sportlichem Niveau, die Spaß am Sport haben. Auf diese Weise konnte man das gängige Vorurteil wiederlegen, dass Frauen keinen Sport treiben, weil sie Angst vor der Beurteilung anderer haben. Wenn Sie also auf der Suche nach einem Gesicht für Ihre Sport-Kampagne 2015 sind, dann ziehen Sie nicht nur die offensichtlichen Prominenten und Sportler in Betracht, sondern überlegen Sie auch, von wem sich Ihr Publikum wirklich angesprochen fühlt. Es kann sehr wohl jemand aus deren eigenen Reihen sein.

Die Größe spielt keine Rolle, zumindest nicht so sehr wie wir denken

Übergewicht und Fettleibigkeit sind seit mehreren Jahren die großen Themen der Nachrichten im Gesundheitsbereich, verbunden mit unzähligen Initiativen aus dem öffentlichen wie privaten Sektor zur Bewältigung des Problems. Eine kürzlich vorgestellte Studie der Universität von Cambridge jedoch stellt fest, dass Bewegungsmangel im Grunde viel schlimmer als Übergewicht ist. Nicht einmal regelmäßige Fitness-Studio-Gänger sind davor geschützt, weil die Zeit, die wir sitzend verbringen, entscheidend für den Gesundheitszustand ist.
Die zunehmende Konzentration auf Bewegung statt auf das Gewicht bietet Unternehmen die Möglichkeit mit ihren Kunden zu interagieren. Dies gelingt beispielsweise durch Tipps, wie man mit kleinen Schritten schon zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens beitragen kann.

Communities nutzen

Von Diät-Gruppen zu Social-Media-Plattformen, bekanntlich erreicht man Gesundheits- und Fitnessziele leichter gemeinsam. Mithilfe von Gadgets wie Fitbit können die Anwender ihre eigenen Communities aufbauen und die Motivation durch Funktionen wie Ranglisten oder Herausforderungen erhöhen. Marken-Communities vernetzen nicht nur die Kunden miteinander, sondern auch die Kunden mit dem Unternehmen. Sie dienen als Testumgebung und als Quelle für Inhalte oder Ideen und können zur externen Kommunikation beitragen. Wearables und Tracking-Apps ermöglichen es den Unternehmen Echtzeitdaten ihrer Communities auf neue und aufregende Art und Weise zu nutzen, z.B. indem sie gegenüberstellen, wie viele Schritte jemand im Vergleich zum vorigen Monat gemacht hat oder mit Challenges Mitglieder die Möglichkeit haben, gegeneinander Wettbewerbe zu führen.

Wearables verändern unser Leben, indem sie uns aufschlussreiche persönliche Informationen geben, uns motivieren unsere Gewohnheiten zu ändern, uns inspirierende Personen vorstellen, die uns dazu ermutigen mit kleinen Schritten unsere Gesundheit zu verbessern und uns in Communities zusammen bringen. Wir können daher davon ausgehen, dass diese Geräte einen großen Einfluss darauf haben, wie die Unternehmen der Gesundheits-, Fitness-, und Nahrungsmittelbranche kommunizieren.

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit unserem WorldCom-Partner Kaizo erstellt. Den Originalbeitrag finden Sie hier: http://kaizo.co.uk/impact-wearable-tech-brands-communicate/

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