Connected World, Smart Factories, Wearables – vor wenigen Jahren noch meist unbekannte Begriffe, haben die neuen Technologien heute nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch unseren Alltag erobert. In meinem letzten Blogbeitrag habe ich mich mit smarten Uhren und dem Beginn einer neuen Ära befasst und festgestellt, dass wir eigentlich schon mittendrin sind, ohne es zu realisieren.

In der schnelllebigen Gesellschaft und bei der rasanten Entwicklung der Technologie realisieren wir gar nicht mehr, dass wir uns im Umbruch unserer modernen Welt befinden. Der schmale Grat zwischen der „echten“ und der virtuellen Realität ist bereits heute ziemlich verschwommen. Wir kommunizieren nur noch über WhatsApp oder ähnliche Chat-Foren, stellen unser zurecht gerücktes Leben in sozialen Netzwerken zur Schau, skypen mit den Kollegen, beraten Kunden über vernetzte Portale, fragen Doctor Google was uns fehlt, bevor wir den bestmöglichen Spezialisten für unsere Symptome online recherchieren, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Verlieren wir uns bald in der virtuellen Welt?

Vor kurzem bin ich auf LinkedIn über ein Video gestolpert, das unsere Zukunft in Hyper-Reality demonstriert, und dachte, wie krass die Welt doch wäre, bestimmt von Computerprogrammen und Maschinen! Wäre? Wir sind längst mitten drin! Und was auf dem Video noch total futuristisch wirkt, ist mit Sicherheit schon auf dem PC eines Programmierers der einen oder anderen Firma und als erster Entwurf für die CES 2017. Wenn man bedenkt, dass wir uns vor 10 Jahren nicht erträumt hätten, ein ganzes Leben auf einem Gerät gespeichert zu haben, das in unsere Hand passt, geschweige denn in ein Mini-Display an unserer Armbanduhr. Was wir heute noch über Sprachbefehle oder Gesten und Mimik (ja, auch undenkbar vor nicht allzu langer Zeit) erledigen, werden wir demnächst mittels unserer Gedanken steuern können. Die ersten Lösungen sind längst erfolgreich im Einsatz und helfen vor allem Menschen mit einer Behinderung, ihren Alltag zu meistern. Auch in Richtung künstlicher Intelligenz hat sich bereits viel getan, es gibt mehr Roboter im Einsatz, als wir denken würden. Von Staubsaugern und Rasenmähern, die ihre Arbeit ohne Steuerung des Menschen erledigen, über smarte App-Lösungen, die für uns alltägliche Aufgaben übernehmen, wie das Regulieren der Temperatur im Haus, Bewässern von Pflanzen oder etwa das Erfassen der Herzfrequenz, bis hin zu automatisierten Produktionsstätten.

Da wir heute zum großen Teil in der virtuellen Realität arbeiten und leben, liegt es auf der Hand, dass wir als Verbraucher und Konsumenten genau hier am besten erreichbar sind. Das haben viele Unternehmen bereits erkannt und die, die es noch nicht erkannt haben, sollten sich beeilen – die Konkurrenz schläft nicht. Wir erinnern uns noch alle gut an Firmen, die den Sprung zur E-Commerce verpasst haben und von der jungen Konkurrenz vom Markt verdrängt wurden. Digital Marketing, Social Media Marketing, Storytelling sind die neuen Tools, die die Marketing-Branche verändern. Bunter, schriller, kreativer, emotionaler sind die neuen Marketingkonzepte – schließlich hat der Endverbraucher in einer informationsintensiven Welt nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Als Konsumenten sind wir in der Flut von Werbebildern selektiv und anspruchsvoll. Die Werbekampagnen müssen also um unsere Aufmerksamkeit kämpfen und dazu nutzen die kreativen Köpfe in Agenturen und Marketing-Abteilungen alle ihnen verfügbare Mittel. So wird irgendwann, und ich denke es wird sehr bald sein, die virtuelle Realität einen großen Teil unseres Alltags einnehmen und die echte, „reale“ Welt ein Stück weit verdrängen.

Ich möchte keine gruseligen Verschwörungstheorien schüren, obwohl das Thema danach schreit. Der nächste Blockbuster liegt bestimmt bereits auf irgendeinem Tisch in Hollywood! ? Vielmehr wünsche ich mir für unsere Gesellschaft, dass wir uns mit dem Thema auseinandersetzen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Aufzuhalten ist es nämlich nicht, und das ist auch gut so. Schließlich ist der Ursprungsgedanke von Technologie, Menschen dabei zu helfen, ein angenehmeres, stressfreieres Leben zu führen. Die Herausforderung ist, die Technologien genau zu solchen Zwecken optimal einzusetzen und nicht noch mehr Stress durch Allzeit-Verfügbarkeit, Berufs- und Gesellschaftsdruck zu produzieren.

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